Die vollautomatische Erfassung der eingesetzten Hard- und Software schafft Sicherheit bei der Lizenzierung und ermöglicht die Berücksichtigung der Inventardaten bei der Softwareverteilung und in Supportfällen. Damit reduzieren sich Supportkosten und Ausfallzeiten erheblich.
Unternehmen setzen in ihrer täglichen Arbeit zahlreiche PCs, Software und diverse Peripherien ein. Oft ist aber überhaupt nicht bekannt, welche Hardware aktuell eingesetzt wird und ob die Anzahl der gekauften Softwarelizenzen mit der Zahl der tatsächlich benutzten übereinstimmt. Listen, basierend auf den internen Bestellvorgängen, und zyklische Zählungen der Hardware bestimmen das Bild. Manuelle Verfahren sind aber ungeeignet, weil die erhebliche Gefahr besteht, dass Änderungen durch Erweiterungen oder Reparaturen nicht erfasst werden.
Die ungenaue Kenntnis der eigenen Hard- und Software kann dazu führen, dass bei Softwareverteilvorgängen unnötige Supportfälle entstehen. Auch der aktuelle Aufenthaltsort und Zustand der Hardware sind oft nicht bekannt. Dadurch verzögert sich generell die Fehlerbehebung durch den Support. Einer Untersuchung der Gartner Group zufolge erreichen diese Kosten bis zu 10 % der Total Cost of Ownership (TCO) eines PCs von ca. 8.000 Euro pro Jahr.
Um Kosten zu reduzieren, ist es nötig, alle Inventardaten aller Computer im Unternehmen genau zu erfassen. prisma|inventory erhebt automatisch die Hardware- und Softwareinformationen von Computern und deren Peripherie im LAN, WAN sowie von mobilen Systemen, z. B. im Außendienst. Der intelligente prisma Client wird eingesetzt, um die Daten zu erfassen: zyklisch, auf Anforderung oder durch Aufruf innerhalb der Logon-Prozedur, bei Bedarf sogar ohne lokale Installation.
Über die prisma Console ist der Zugriff auf die Daten komfortabel. Dabei wird unterschieden zwischen einer subsystemfähigen Unternehmenssicht und der Sicht pro Computer.
prisma|inventory kann unabhängig oder in Kombination mit den anderen prisma Modulen eingesetzt werden. Die Skalierbarkeit des Systems erlaubt den Einsatz in Umgebungen mit einigen wenigen bis über 100.000 Computern.
Der Inventarisierungsclient ist schlank, modular aufgebaut und performant.
In prisma|inventory existieren folgende Scanner-Typen:
1. Hardware-Scanner
Alle über das Standard Windows Management Instrumentation (WMI) zur Verfügung gestellten Hardwareinformationen können gescannt werden.
In WMI sind alle Informationen enthalten, die auch über den Geräte-Manager angezeigt werden: CD-ROM, Monitor, Drucker, USB-Geräte, Festplatten, Grafikkarten usw. Um die Datenmenge auf das Notwendige zu reduzieren, ist es möglich, gezielt Teilmengen zu definieren.
2. Software-Scanner
Bei der Inventarisierung von Software werden drei Typen von Software unterschieden:
- über Microsoft Software Installer (MSI) installierte Software
- Software mit Uninstall-Eintrag in der Systemsteuerung
- sonstige Software
Alle drei Typen werden mit prisma|inventory unterstützt, letztere durch Erkennungseigenschaften über Dateiinformationen wie Name, Größe, Dateiversion und Registry-Einträge. Unregistrierte Software kann zusätzlich erfasst werden, und zwar z.B. durch die Suche nach unbekannten EXE-Files.
3. Benutzereingaben-Scanner
Nicht automatisch erfassbare Informationen wie Abteilung, Raumnummer oder Inventarnummernaufkleber werden vom Benutzer oder Service-Techniker per Dialog erfragt. Zyklische Abfragen sind möglich, dabei werden die Daten der vorhergehenden Abfrage wieder angezeigt. Die Konfiguration der Fragen ist mit der prisma Console komfortabel möglich.
4. Kundenindividuelle Scanner (optional)
Auch Inventardaten, die über die drei Standard-Scanner nicht erfassbar sind, stellen für prisma kein Problem dar. Über die prisma Scanner API können beliebig viele kundenindividuelle Scanner integriert werden, die z. B. INI-Files oder Datenbanken auswerten. Die erfassten Daten gelangen wie alle anderen Inventardaten in die Sichten der zentralen prisma Console und können dort eingesehen und ausgewertet werden.
Über dynamische Verteiler lassen sich Computer durch die Definition von Filterkriterien über die Inventardaten gruppieren und für Auswertungen, manuelle Softwareverteilprozesse oder prisma typische, automatische Abläufe (Pläne) nutzen.
- Kostenreduktion durch Verringerung und Beschleunigung von Supportfällen
- Sicherheit bezüglich Softwarelizenzierung
- homogene Plattform für Datei-/Softwareverteilung, Inventarisierung, Remote Control und Web-Anbindung
- systemweite und computergenaue Sicht
- dynamische Gruppen durch Filterkriterien über alle Inventardaten
- für mobile, WAN- und LAN-Anwendungsfälle gleichermaßen geeignet
- durch Skalierbarkeit in Umgebungen von wenigen bis über 100.000 PCs einsetzbar



